16.08.2014

Ofengemüse-Salat mit Grillkäse und Kräuterdressing




Vor ein paar Monaten fand mein Freund im Bücherregal meiner Großmutter einen alten Schmöker. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Aufzeichnungen zur Selbstversorgung der eigenen Familie aus dem Jahr 1947 handelt. Dem Autor war es augenscheinlich ein großes Anliegen, vom ersten Planen des Feldes bis zum Ernten der Früchte akribisch genau festzuhalten, was wann genau und wie genau erledigt werden muss. Mich selbst hat das bloße Lesen auf das Stresslevel einer aussichtslosen Prüfungssituationen katapultiert. Mein Freund hingegen war Feuer und Flamme und hat sofort damit begonnen, begeistert in der Uralt-Ausgabe zu schmökern, um uns von diesem Moment an (bis heute) mit teils wertvollen und teils recht sonderbaren Ratschlägen für den dilettantischen Neo-Kleinbauern zu versorgen.


Ich lasse das Buch am besten einfach für sich selbst sprechen. Hier einer meiner Favoriten aus dem bewegten Kapitel zum Thema Kompost:



Im Großen und Ganzen sind die Inhalte aber sehr praxisnah und lassen sich recht einfach umsetzen. Irgendwas muss schon dran sein, denn mein Freund hat mithilfe dieses Dinosauriers der Gartenliteratur tatsächlich erfolgreich ein kleines Feld bewirtschaftet. Bei der noch immer andauernden Ernte stellte er aber rasch fest, dass wir beide nicht darauf geachtet hatten, dass es sich hierbei um eine Anleitung zur Versorgung einer Familie (!) handelt. Der fruchtbare Schwemmsand hat sein Übriges getan und nun könn(t)en wir mit unserer Ernte mehrere kleine Familien ernähren. Was wir auch irgendwie machen, indem wir einen großen Teil davon an Freunde und Verwandte verteilen. Die stört das auch gar nicht, selbst angebautes Gemüse spielt geschmacklich halt einfach in einer völlig anderen Liga als welkes Supermarkt-Grünzeug. Auch bei uns steht es täglich am Mittagstisch. Heute haben wir uns für einen saftigen Vogerlsalat mit knusprigem Ofengemüse, zart schmelzendem Grillkäse und Kräuterdressing entschieden. Hier das einfache Rezept:


Ofengemüse-Salat mit Grillkäse und Kräuterdressing
Zutaten für 2 Personen

Ofengemüse aus dem Garten
6 kleine Kartoffeln
1 kleiner Zucchino
2 Tomaten
4-6 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl
etwas Salz
etwas Pfeffer
Kräuter nach Wahl (z.B. Rosmarin, Thymian, usw.)

Zubereitung
Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Kartoffeln waschen, abtrocknen, in dünne Scheiben schneiden und beiseitelegen.
Die Tomaten waschen, abtrocknen und vierteln.
Den Zucchino kurz abwaschen, abtrocknen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
Die Knoblauchzehen schälen, fein hacken und mit etwas Salz und Pfeffer in etwas Olivenöl einlegen.
Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl befetten.
Die Kartoffeln in die Form geben, mit etwas Knoblauch-Olivenöl bestreichen, salzen, pfeffern und etwa 20 Minuten im Ofen garen. Immer wieder mit einer Gabel vermischen, damit sie von allen Seiten braun werden.
Die Zucchinischeiben, die Tomaten, die Kräuter und das restliche Knoblauch-Olivenöl hinzugeben.
Weitere 10-15 Minuten im Ofen garen. Immer wieder vermischen.

Frischkäsedressing:
4 EL Kräuterfrischkäse
1 EL Milch
1 TL Sauerrahm
etwas Salz
etwas Pfeffer

Zubereitung
Alle Zutaten glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Außerdem:
2 Handvoll Vogerlsalat
2 Stk. Grillkäse

Zubereitung
Vogerlsalat waschen, trocken schütteln und auf zwei Teller aufteilen.
Den Grillkäse beidseitig etwa zwei Minuten in einer Pfanne anbraten oder auf den Griller legen.
Das Ofengemüse auf den Salat geben.
Den Grillkäse ebenfalls auf den Salat legen und alles mit dem Dressing garnieren.

11.08.2014

Erdbeerliebe: Erdbeerschnitten mit feiner Creme aus Kokosmilch und flaumigem Kakaoboden


Erdbeeren gelten bei uns zu Hause ein wenig als der heilige Gral unter den Sommerfrüchten. Damit stehen wir offenbar nicht alleine da, was die unglaubliche Fülle an Erdbeer-Rezepten beweist, die einem pünktlich zur Saison unterkommen. Nur die wenigsten würdigen den perfekten Geschmack dieser Königin unter den Früchten so, dass es Vollblut-Erdbeer-Liebhabern wie mir angemessen erscheint. Da mach' ich bei mir selbst natürlich keine Ausnahme!

Ich habe euch ja schon mehrfach erzählt, was für eine begnadete Köchin und Bäckerin meine Mutter ist, dieses Rezept ist aber einfach unerreicht fantastisch. Ich könnte mich nicht an eine Schnitte, ein Tortenstück oder einen Cupcake erinnern, der mir so vollkommen erschienen wäre wie die Kombination aus diesem flaumigen Kakaoboden, der luftigen Creme aus Kokosmilch, den saftigen Erdbeeren und den feinen Pistazien. Und jetzt mal Karten auf den Tisch: Ich hab' in meinem Leben echt schon einiges an Süßkram verdrückt.
Beim ersten Einstechen mit der Gabel bemerkt man sofort, dass die Konsistenz der Creme und die des Kakaobodens schon jeweils für sich als kleine Meisterwerke durchgehen. Die frischen Früchte und der zarte Pistaziengeschmack machen aus den Schnitten aber ein raffiniertes Geschmackserlebnis, bei dem man nicht nur das fertige Stück, sondern auch jeden Einfluss, jede einzelne Komponente auf einzigartige Weise herausschmeckt.

Das Rezept möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, es braucht bloß einen kleinen Abstecher zur charmanten Truppe von kochabo.at. Dort findet ihr jede Woche ein feines Rezept von mir und dem Online-Magazin sunny7. Vorbeischauen lohnt sich also sowieso!

18.07.2014

Zweierlei Flammkuchen


Flammkuchen sind für mich so ein richtiges Zuhause-Essen. Sobald mir der herrliche Duft dieser knusprigen Köstlichkeit in die Nase steigt, fühle ich mich wieder wie zwölf und bin so lange wuselig, bis ich zumindest einen davon probiert habe. Kein Wunder also, dass ich der Meinung bin, meine Mutter wäre die beste Flammkuchen-Köchin der Welt dass meine Mutter die beste Flammkuchen-Köchin der Welt ist. Hier ihr fantastisches Rezept:

Zweierlei Flammkuchen
Zutaten

      • 1 Würfel frische Germ
      • 1 TL Zucker
      • 600 g Mehl
      • 6 EL Olivenöl
      • 250 g Sauerrahm
      • 150 g Crème fraîche
      • etwas Salz
      • etwas weißer Pfeffer
      • frische italienische Kräuter (gehackt)
      • 1 grüne Spitzpaprika
      • 1 rote Spitzpaprika
      • 1 Handvoll Kapern
      • 80 g Backofen-Schinken (feine Scheiben)
      • 1 kleines Glas Sardellen
      • 1 gewürfelte Zwiebel
      • etwas geriebener Käse

      Zubereitung
      1. Die Germ zerbröseln und mit dem Zucker verrühren, bis sie flüssig geworden ist.
      2. Das Mehl mit dem Salz, dem Olivenöl und 300 ml Wasser (warm) in eine Schüssel geben.
      3. Die angerührte, flüssige Germ hinzufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten.
      4. Zugedeckt, etwa dreißig Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
      5. Den Sauerrahm und die Crème fraîche verrühren.
      6. Mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern nach Wahl würzen.
      7. Den Teig noch einmal kneten und in sechs Stücke teilen.
      8. Oval ausrollen und die Flammkuchen mit der Creme bestreichen.
      9. Den Schinken und die Sardellen klein schneiden.
      10. Die Kapern fein hacken.
      11. Paprika fein schneiden.
      12. Die Hälfte der Flammkuchen mit Zwiebeln, Schinken und Paprika belegen.
      13. Die zweite Hälfte mit Sardellen und Kapern belegen.
      14. Alle Flammkuchen mit geriebenem Käse bestreuen.
      15. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
      16. Die Flammkuchen bei 225 Grad Celsius (Umluft) etwa zehn Minuten backen.

        26.06.2014

        So schmeckt der Sommer!



        Nach etlichen Monaten intensiver und kräftezehrender Arbeitszeit bin ich nun endlich im Urlaub angelangt. Zwar bin ich schon seit letztem Freitag zu Hause, mich so richtig entspannen konnte ich jedoch erst gestern. Ich brauche einfach immer ein wenig Zeit, um mich zu sammeln und mein System runterzufahren, außerdem war ich in den letzten Tagen sehr viel unterwegs und nächste Woche steht ebenfalls einiges auf dem Plan.

        Bis auf die Tatsache, dass ich morgens nicht meine Bahnen im Freibad drehen kann, freue ich mich insgeheim ja schon ein bisschen über ein paar angenehme Tage mit soliden 22 Grad und leichtem Wind. Ich zähle eben einfach nicht zur 40-Grad-im-Schatten-Fraktion. Das bedeutet aber nicht, dass ich den Sommer nicht mag! Es ist eben einfach etwas völlig anderes die warmen Tage im Jahr zu Hause zu verbringen, als verschwitzt auf dem Weg zur Arbeit. Auf der Terrasse lassen sich auch ein paar Grad mehr ganz wunderbar aushalten. Vor allem mit frischem Obst und Mineralwasser.

        Als meine liebe Kollegin A. mir diese Torte das erste Mal gezeigt hat, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste sie unbedingt ausprobieren. Da ich vergessen hatte, sie nach der Quelle zu fragen, musste ich zwar eine kleine Weile nach dem Originalrezept suchen, aber ich denke ich habe den Ursprung dieser tollen Idee gefunden. "Watermelon And Peach Fresh Fruitcake" von "Not Without Salt". Ans Rezept gehalten habe ich mich nicht wirklich, sondern als Zutaten einfach das Obst verwendet, das ich zu Hause hatte.

        Die "Torte" ist sehr einfach nachzumachen, und wie ich finde, eine tolle Alternative zu reichhaltigen Torten - besonders im Sommer. Ich habe die Pfirsiche übrigens durch Marillen ersetzt!

        Leichte Sommertorte

        • Melone
        • Marillen
        • Johannisbeeren
        • Heidelbeeren
        • Himbeeren

        Ich habe einfach mithilfe eines Bierglases Kreise aus der Melone ausgestochen, sie mit Marillenspalten belegt, geschichtet und mit Johannisbeeren, Heidelbeeren und einer kleinen Kerze dekoriert. Etwas Minze hätte mir sowohl optisch auch als geschmacklich sehr gut gefallen, leider hatte ich aber keine zur Hand!